Depression: Wie ich mich selbst geheilt habe

Depression

Mein Weg aus der Depression

Wieso ich eigentlich mit Yoga angefangen habe? Ein Grund war meine Depression. Ich habe jahrelang unter Depressionen gelitten und konnte mir ehrlich gesagt ein Leben ohne mentale Schwierigkeiten gar nicht vorstellen. Doch dann hat sich mein ganzes Leben geändert – weil ICH es so wollte. 

Immer öfter werde ich gefragt, wie ich es aus der Depression rausgeschafft habe und deshalb habe ich meine 5 Schritte raus aus meinem schwarzen Loch für dich hier aufgeschrieben. Außerdem habe ich eine Podcastfolge dazu aufgenommen, in der ich nochmals ausführlicher meinen Weg beschreibe. Schön, dass DU hier bist und dich mit diesem wichtigen Thema befasst. Denk immer daran: Wenn ich es geschafft habe, dann schaffst du das auch!

Schritt 1: Die Entscheidung

Der erste Schritt war wohl einer der wichtigsten Schritte meiner Reise. Bei mir hat dieser Schritt leider etwas auf sich warten lassen. Zwar habe ich alle möglichen Therapien und Wege ausprobiert, nur sobald ich wieder festgestellt hatte, dass dieser Weg nicht mein Weg war, habe ich schon wieder halb aufgegeben. Dann kam eines Tages dieser Moment, indem ich mal wieder verzweifelt war und es mir immer schlechter und schlechter ging. Es war einer der “so-darf-es-nicht-weitergehen-Momente”. Schlechter darf es mir nicht gehen und dann habe ich mir selbst ein Versprechen gegeben, dass ich wohl mit mehr Liebe nicht hätte kreieren können: Ich werde ALLES dafür tun, um endlich raus aus der Depression zu kommen – egal wie lange es dauert und egal was ich dafür tun muss! Dieses Versprechen hat mir das Vertrauen und die Kraft gegeben, um meinen Weg zu gehen. Die Entscheidung war gefallen: Ich werde ALLES tun, um endlich das Leben zu führen, das ich führen möchte.

Schritt 2: Das Verstehen

Etwas zu Heilen, dass ich selbst nicht verstehe, war für mich unmöglich. Also habe ich mir professionelle Hilfe gesucht. Therapien gibt es ganz unterschiedliche. Ich hatte schon sehr viele negative Erfahrungen mit Therapien gemacht, deshalb war dieser Schritt wohl einer der schwersten Schritte für mich. Dennoch wusste ich, dass ich verstehen muss, wieso ich mich so fühle wie ich mich fühle und wieso ich in manchen Situationen so reagiere, wie ich eben reagiere. Also habe ich mich auf die Suche nach einer Psychosomatischen Einrichtung gemacht. Ich habe mich für einen stationären Aufenthalt entschieden, da ich meine ganze Aufmerksamkeit meiner Depression und meinem Trauma geben wollte. Professionelle Hilfe zu suchen, kann ich jedem nur empfehlen. Es ist eine Chance, die ich auf jeden Fall immer wieder nutzen würde. Diese Wochen in der Therapie waren hart, aber haben mir sehr viel geholfen. Ich bin den Therapeutinnen und Therapeuten sehr dankbar für ihre Arbeit. Sie haben mich verstehen lassen. Aber damit war die Arbeit für mich leider nicht getan.

Schritt 3: Das Aufwachen

Kaum zu Hause angekommen habe ich gemerkt, dass die eigentlich Heilung für mich jetzt eigentlich erst beginnt. Viel zu schnell war ich wieder in meinem Alltag und die gleiche Negativspirale, die mich schon mein ganzes Leben begleitet hatte, begann wieder von vorne. Ich war verzweifelt. Mein Auslandssemester in Australien stand vor der Tür und ich ging mit der Hoffnung, dass am anderen Ende der Welt alles anders ist. Dann kam mein großes Aufwachen. In Australien war ich einsam. Und Einsamkeit war mein größter Feind zu dieser Zeit. Meine Beziehung ging in die Brüche und ich war am anderen Ende der Welt. Es war einer dieser Momente in dem sich alles so anfühlte, wie wenn meine Welt auseinander bricht und ich konnte nichts dagegen tun. Dann erinnerte ich mich an mein Versprechen, dass ich mir selbst gab und beschloss aktiv an mir zu arbeiten und mich selbst zu heilen. Mein Leben sollte nicht mehr von anderen abhängig sein, sondern ich wollte endlich MEIN LEBEN kreieren.

Schritt 4: Die Tools

Um die Werkzeuge zu finden, um mich zu heilen, musste ich Menschen finden, von denen ich lernen konnte. Also suchte ich nach Menschen, die das schon erreicht hatten. Menschen von denen ich lernen konnte. Dazu gehörten Yogalehrer/innen, Coaches, Freunde, Therapeuten und wildfremde Menschen auf der Straße. Jeder Mensch war mein Lehrer. Alles was mir geholfen hat setzte ich um. Schritt für Schritt. Ich kreierte mir mein Auffangnetz. Dazu gehört Yoga, also die körperlichen Übungen, die Atemtechniken, Meditation und Yogaphilosophie (Persönlichkeitsentwicklung). Außerdem unterstützen mich ätherische Öle schon seit meinem Klinikaufenthalt und halfen mir sehr durch schwere Zeiten. Ich habe in dieser Zeit alle Möglichen Dinge ausprobiert, bis ich herausgefunden habe, was mir wirklich hilft. Jeder Mensch ist unterschiedlich, deshalb gibt es leider keinen goldenen Weg. Jedoch gibt es unendlich viele Werkzeuge, die dich auf deinem Weg unterstützen können. Wenn du mehr über meine Tools erfahren möchtest, dann schreibe mich gerne an.

Schritt 5: Die Umsetzung

Meist wissen wir ja was uns helfen könnte, doch in der Umsetzung tun wir uns oft schwer. Ohne das TUN hätte ich mich niemals geheilt. In die Umsetzung zu kommen und meine Tools regelmäßig anzuwenden und stets dazu zu lernen hat mir geholfen, Stück für Stück in ein glückliches und zufriedenes Leben zu finden. Heute arbeite ich präventiv an meiner körperlichen und meiner mentalen Gesundheit. Es ist mein Leben, das ich so nie wieder tauschen möchte. Mein Leben frei von Depressionen und mit all den Dingen gefüllt, die mir wichtig sind.

Wichtig:
Jeder Mensch ist unterschiedlich. Es ist wichtig, dass du deinen Weg findest und dir das Leben kreierst, dass DU möchtest. Wenn ich das schaffe, dann schaffst du das auch!

Ich erzähle dir hier von meinen Erfahrungen. Ich besitze keine psychotherapeutische Ausbildung.

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